Malleck Orgel Die Orgel der Domkirche in Eisenstadt wurde im Jahr 1778 vom Wiener Orgelbauer Gottfried Malleck erbaut. Ermöglicht wurde dies durch eine Stiftung der Witwe Theresia Frigl. Notwendig wurde dieser Neubau, da die damalige Orgel bei Umbauarbeiten in der Kirche wenige Jahre zuvor stark beschädigt worden war. Über das Vorgängerinstrument ist nichts bekannt. Das Instrument von 1778 ist im wesentlichen im Originalzustand erhalten geblieben. Größere Eingriffe erfolgten 1944 durch die Orgelbauanstalt Karl Schuke, Berlin, wobei der Pedalumfang und der Umfang des ersten Manuals erweitert, sowie das Register Posaune 16 hinzugefügt wurden. Bei der letzten Restaurierung 1973, ebenfalls durchgeführt von Schuke, Berlin, wurden sämtliche Zubauten aus den 1940er Jahren entfernt und erneuert. Die Pedalwindlade mit 12 Tönen, die wurmzerfressenen Holzregister des Pedals sowie der Prospekt wurden dabei rekonstruiert. Die Zusatztöne für das erste Manual und Pedal und die neue Pedalposaune befinden sich heute in einem Zusatzgehäuse hinter dem alten Hauptgehäuse. Kennzeichnend für das Instrument ist, dass die Eisenstädter Domorgel zwar einerseits noch barocke Elemente aufweist, vieles aber bereits auf eine sich im frühen 19. Jahrhundert endgültig durchsetzende Klangästhetik vorausweist. Leider scheint es, als ob sich die Geschichte wiederholen würde: Nach der kürzlich erfolgten Erneuerung des Domes befindet sich das Instrument in einem dringend sanierungsbedürftigen Zustand.  [→Disposition] [→Domorganist]