Geschichte der Kirchenmusik am Dom St. Martin | 2   1 |  2 |  3 |  4 |  5 |  Seite 6 |  7 |  8 |  9 

Mit dem Niedergang und schließlich der Auflösung der fürstlichen Kapelle (Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts) beginnt auch eine Zeit, in der die Kirchenmusik in den Annalen immer weniger Erwähnung findet. Zwar erfährt man noch von einigen wichtigen Musikern - Novotny, Fuchs, Hummel etc. - welche kirchenmusikalischen Aufgaben sie tatsächlich zu betreuen hatten, auf welche Musiker sie zurück greifen konnten, wie der Chor besetzt war oder ob es überhaupt einen gab, bedarf aber noch einer genaueren Erforschung.

Gleichzeitig und damit zusammen hängend kann man auch fest stellen, dass im 19. Jahrhundert, vielleicht als Nachwirkung der Josefinischen Reformen, ganz sicher aber als Auswirkung der Caecilianischen Bestrebungen, die Kirchenmusik wieder zu ihrer "früheren Reinheit" zurück zu führen und die behauptete Fehlentwicklung der letzten Jahrhunderte zu korrigieren, das kompositorische Schaffen an der Stadtpfarrkirchen deutlich geringer geworden ist. Im Jahre 1837 wird ein Inventarium angelegt, das die vorhandenen Musikalien aufzählt und beweist, dass danach kaum noch Neues geschaffen wurde.

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